Essen steht nach der Gewalt-Eskalation am Samstag (28. September) im Norden der Stadt noch immer unter Schock. Ein Video bei Tik Tok zeigt die Festnahme des mit einer Machete bewaffneten Mannes (41), der in einem Hinterhof im Stadtteil Katernberg von mehreren Personen festgesetzt wurde, nachdem er mit einem Fahrzeug in ein Geschäft gerast war.
Der 41-Jährige soll laut Ermittlungen der Polizei auch für zwei Brände in zwei Mehrfamilienhäusern an der Zollvereinstraße und der Altenessener Straße verantwortlich sein. Hier gab es Dutzende Verletzte, zwei Kinder schwebten nach der Brandstiftung in Lebensgefahr (mehr dazu hier >>>). Mittlerweile kommen mehr Details über den Tatverdächtigen heraus. Demnach soll der 41-Jährige im Stadtteil schon weitaus früher sein Unwesen getrieben haben, wie sein Anwalt Volker Schröder gegenüber der „WAZ“ mitteilte.
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Essen: Brandstifter kein Unbekannter
Demnach werde in der Nachbarschaft berichtet, dass der 41-Jährige in der Vergangenheit immer wieder Menschen auf offener Straße mit einem Messer bedroht haben soll. Nachbarn hätten immer wieder die Polizei gerufen. Volker Schröder teilte der Zeitung mit, dass sein Mandant sogar bereits wegen Bedrohung angeklagt wurde. Die Hauptverhandlung in dem Fall sollte im Oktober beginnen.
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Bevor dem 41-Jährigen der Prozess gemacht werden konnte, sind bei ihm am Wochenende wohl alle Sicherungen komplett durchgebrannt. Ersten Ermittlungen zufolge soll hinter der Tat ein Ehestreit stecken. Die Wut des Mannes soll sich gegen alle diejenigen gerichtet haben, die seiner Frau dabei geholfen haben, sich von ihm zu trennen. Nach Einschätzung seines Anwalts soll es dem 41-Jährigen aber gar nicht um seine Ehe gegangen sein. Mehr dazu erfährst du hier bei der WAZ >>>
Polizei Essen bittet um Hilfe
Schon in der Vergangenheit soll der Tatverdächtige Freunde und Unterstützer seiner Ex-Frau bedroht haben. Am Wochenende habe der 41-Jährige Menschen töten wollen, so die erschreckende Einschätzung der Polizei Essen. Am Sonntag wurde der 41-Jährige deshalb dem Haftrichter unter anderem wegen versuchten Mordes vorgeführt.
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Die Polizei bittet Zeugen weiterhin darum, alle Videos und Bilder der Taten auf dem Hinweisportal der Polizei hochzuladen. Weitere Angaben kannst du bei der Polizei Essen unter folgender Nummer machen: 0201/829-0.